Thermaltake MAGCurve 360 Ultra ARGB Sync - Test/Review
Mit der MAGCurve 360 Ultra ARGB Sync bringt Thermaltake eine moderne 360-mm-AiO-Wasserkühlung auf den Markt, die nicht nur mit starker Kühlleistung, sondern auch mit einem gebogenen OLED-Display und auffälliger ARGB-Beleuchtung überzeugen möchte.
Von Christoph Miklos am 12.05.2026 - 13:09 Uhr

Fakten

Hersteller

Thermaltake

Release

März 2026

Produkt

Wasserkühlung

Preis

ab 245,69 Euro

Webseite

Media (17)

Verarbeitung & Lüfter


Verarbeitung


Die neue Thermaltake MAGCurve 360 Ultra ARGB Sync kommt in einem stabilen und farblich bedruckten Karton daher. Unser Testmuster, welches es wahlweise mit weißer oder schwarzer Beschichtung gibt, ist eine fertig befüllte Komplett-Wasserkühlung und bildet ein geschlossenes Kühlsystem. Der Radiator weist feine und stabile Kühlfinnen aus Aluminium auf und die Bodenplatte des Kühlkörpers besteht aus gut wärmeleitfähigem Kupfer. Die Kühlfinnen des Radiators wurden sauber entgratet und es wurden im Test keinerlei scharfen Kanten oder Ecken gefunden, an denen sich der Nutzer eventuell verletzen könnte. Die beiden textilummantelten Schläuche messen ausreichend lange 460 Millimeter. Auf dem 360er-Radiator mit den Maßen von 397x120x27 mm (L x B x H) werden die drei mitgelieferten TOUGHFAN EX 120 ARGB Sync Lüfter montiert. Das optische Highlight ist definitiv das gebogene AMOLED-Display mit 6.67 Zoll Diagonale (2240 × 1080p), das über zwei Seiten des Pumpenblocks gelegt wird. Die Verbindung mit dem Rechner zwecks Datenübertragung erfolgt über einen internen 9-Pin-USB-Header am Mainboard, der mit einem Micro-USB-Anschluss am Display verbunden wird. Die Geschwindigkeit der Pumpe kann per PWM-Signal im Bereich zwischen 1.500 bis 3.300 U/min. angepasst werden. Die Garantiezeit beträgt 3 Jahre. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen.

Lüfter, Display und Beleuchtung


Für die Kühlung sorgen drei Thermaltake TOUGHFAN EX 120 ARGB Sync Lüfter, die im Drehzahlbereich 500 bis 2.500 U/min betrieben werden können. Ihre Lautstärke erreicht maximal 32.9 oder 35.1 dB(A). Abhängig ist das davon, ob invertierte Lüfterblätter verbaut werden, denn diese können einfach abgezogen und ausgetauscht werden. Der Vorteil liegt für Thermaltake in vereinfachter Reinigung und der Möglichkeit, den Luftstrom zu ändern, ohne den Lüfter losschrauben zu müssen. Untereinander können die Lüfter zudem kabellos über Kontaktpins hintereinander geschaltet werden. Nicht allein das Display sorgt für Aufmerksamkeit, auch die verbauten Lüfter prägen den Auftritt der Kühlung deutlich. Ihre umlaufende ARGB-Illumination setzt gezielte Lichtakzente auf dem ansonsten dezent weißen Aufbau und verleiht dem System einen modernen Look. Zusammen mit dem großen Bildschirm ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild, das präsent wirkt, ohne optisch zu übertreiben. Das OLED-Display dient nicht nur als optisches Highlight, sondern kann auch Systemdaten, Wetterinformationen, Videos oder eigene Bilder darstellen. Ergänzt wird dies durch die sogenannte „AI-Forge“-Funktion innerhalb der TT-Plus-Software, die Thermaltake als besonderes Feature hervorhebt. In der Praxis verbirgt sich dahinter allerdings vor allem eine direkte Anbindung an die Bildgenerierung von OpenAI. Dafür muss zunächst ein entsprechendes OpenAI-Konto in der Software hinterlegt werden. Die Eingabe der Prompts sowie die Darstellung der generierten Ergebnisse erfolgen anschließend direkt über die Thermaltake-Oberfläche. Laut Dokumentation und einem Hinweis auf der Produktseite ist dafür zudem die Hinterlegung von Zahlungsinformationen notwendig, da die Bildgenerierung kostenpflichtig ist. Thermaltake nennt aktuell einen Preis von 0,04 US-Dollar pro Bild, wobei zunächst mindestens fünf US-Dollar Guthaben aufgeladen werden müssen. Als Alternative unterstützt die Software auch JiMeng von ByteDance, wo zumindest die ersten Generierungen kostenlos möglich sind. Darüber hinaus können Nutzer ebenso eigene Bilder importieren. Dadurch lässt sich die KI-Bildfunktion problemlos umgehen, was den praktischen Mehrwert des gesamten Features zumindest teilweise relativiert. In der übersichtlichen Software lassen sich auch die Beleuchtungseffekte und Geschwindigkeiten der Lüfter anpassen.

Kommentar schreiben

Artikel auf einer Seite anzeigen