Shadow Harvest - Test/Review
Das junge Entwicklerteam Black Lion Studios präsentiert mit Shadow Harvest einen wilden Mix aus Splinter Cell und Gears of War.
Von Christoph Miklos am 12.05.2011 - 03:53 Uhr

Fakten

Plattform

PC

Publisher

Bandai Namco

Entwickler

Black Lion Studios

Release

15.04 2011

Genre

Action

Typ

Vollversion

Pegi

18+

Webseite

Media (63)

Deutsche Qualität?

Das junge Entwicklerteam Black Lion Studios präsentiert mit Shadow Harvest einen wilden Mix aus Splinter Cell und Gears of War. Ob der Mischmasch gelungen ist, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!
Eigentlich gar nicht soooo blöd!
Die Idee hinter dem Spiel ist eigentlich gar nicht so verkehrt: Im Jahr 2025 schicken die USA gleich zwei Agenten nach Somalia, um dort den Präsidenten aus dem Weg zu räumen. Die beiden Spione wissen zunächst jedoch nichts voneinander, müssen sich dann aber zusammenraufen, um ihr Ziel zu erreichen. Und jetzt die große Überraschung (Sarkasmus-Alarm!): Ihr dürft beide Agenten spielen. Myra ist eine Art weiblicher Sam Fisher, geht eher lautlos vor, hat nur eine Armbrust als Waffe, kann sich tarnen und hat auch sonst einige Tricks auf Lager, um nicht entdeckt zu werden. Und dann gibt es noch Aron, den klassischen „Ballermann“. Der ist mit mehreren Maschinengewehren bewaffnet, hält mehr Treffer aus als sein weiblicher Konterpart und ist somit der Mann fürs Grobe. Zwischen den beiden Charakteren könnt ihr jederzeit mit der Tab-Taste hin- und herwechseln und so versuchen, die Missionsziele der 12 Levels zu erfüllen - hier kommt beinahe das Gefühl eines Koop-Spiels auf.
Schluss mit Lustig
Auf dem ersten Blick macht Shadow Harvest einen soliden Eindruck. Auf dem zweiten Blick merkt man aber, dass das Spiel weit entfernt von seinen Genre-Mitbewerbern ist. Selbst hartgesottene Zocker werden nur mit (sehr) viel Geduld das Ende der knapp achtstündigen Kampagne erleben. Zahlreiche Bugs (nicht sterbende Gegner, verschwindende Böden) und eine saublöde KI trüben den Spielspaß enorm. Da in der Spielwelt nur wenige Medipacks herumliegen und die Checkpoints in den Missionen extrem weit auseinander liegen, sorgt das für jede Menge Frust, denn das Spiel ist bockschwer. Bereits während der zweiten Mission war unser „bester Freund“ der „den letzten Spielstand laden“-Kasten. Addiert man zu diesen Frustmomenten jetzt noch das herrliche Frühlingswetter hinzu (25°C in Wien!), möchte man am liebsten ganz schnell auf „Deinstallation“ klicken.
Technik von gestern
Crytek (ebenfalls ein deutsches Entwicklerteam) demonstriert mit der CryEngine 3 eindrucksvoll, wie aktuelle Actiontitel auszusehen haben. Bei Shadow Harvest hingegen hat man den Eindruck, dass die Grafiker irgendwo im Jahr 2008 hängengeblieben sind. Steife Animationen, matschige Texturen und detailarme Charaktere bilden den traurigen „Höhepunkt“ dieses Vollpreistitels. Was wir aber noch viel schlimmer finden: Trotz Mageroptik sind die Hardwareanforderungen des Titels enorm hoch ausgefallen. Und: selbst beim Abmischen des Sounds sind den Programmierern einige Fehler unterlaufen.

Fazit und Wertung

Christoph meint: Kann man getrost im Regal stehen lassen!

Machen wir es kurz und grausam: Shadow Harvest ist sein Geld nicht wert. Die Idee hinter dem Spiel mag zwar gut sein, die Umsetzung leider nicht. Man merkt dem Titel deutlich an, dass dem Entwicklerteam Zeit zum Feinschliff gefehlt hat. Zahlreiche Bugs, heftige KI-Aussetzer und eine nicht vorhandene Optimierung sprechen nicht gerade für einen Kauf. Was übrig bleibt? Ein im besten Fall mittelmäßiges Actionabenteuer für frustresistente Zocker.

60%
Grafik
6
Sound
6
Bedienung
6
Spielspaß
6
Atmosphäre
6
Preis/Umfang
5
Richtig gut
  • hübsche Explosionen
  • zwei Charaktere mit unterschiedlichen Spielweisen
Verbesserungswürdig
  • maue Optik
  • schlecht abgemischter Sound
  • nur dt. Untertitel
  • lahme Story
  • schwache KI
  • nerviges Deckungssystem
  • Checkpoints zu weit auseinander
  • hohe Hardwareanforderungen
Anforderungen
• PC (Minimum):
-Prozessor: Intel Pentium 4 3,2 GHz oder AMD Athlon XP 3200+
-Arbeitsspeicher: 1 GB (XP); 2 GB (Vista/7)
-Grafikkarte: NVIDIA GeForce 7300 GS oder ATI Radeon X1600
-Festplatte: 8 GB
-Betriebssystem: Windows XP/Vista/7
-Sound: DirectX 9.0c-fähige Soundkarte
-Sonstiges: Maus, Tastatur und DVD-Laufwerk

• PC (Empfohlen):
-Prozessor: Intel Core 2 Duo 2,2 GHz oder AMD Athlon X2 4400+
-Arbeitsspeicher: 2 GB (XP); 2 GB (Vista/7)
-Grafikkarte: NVIDIA GeForce 260 GTX oder AMD Radeon 4870
Getestet für
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

1 Kommentar

Tester vor 5042 Tagen

Das ist mal das schlechteste Spiel, das ich seit langem gespielt habe. Habe nun nach der 5ten Mission aufgehört. Die Checkpoints sind so verdammt blöd ausgewählt, es gibt keine "Skip-Option". Man muss sich das ganze gequassel tausend Mal anhören, wenn man draufgegangen ist, was wie angesprochen nicht weniger oft passiert. Das Spiel ist sooo krass verbuggt. Wenn ich mich doch bloß früher informiert hätte, aber bei steam hats halt nur 12€ oder so gekostet statt 49€. Und da überlegt man nicht lange. Aber jetzt hab ich meinen Account mit so einem Scheißspiel verseucht ^^. Ich hoffe die machen wenigstens noch ein Update und das bitte bald. Grüße Tester

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