Das Speicherkit von Kingston wird in einer einfachen Verpackung ausgeliefert. Der schwarz-silberne und knapp zwei Millimeter dicke Aluminium-Kühler umschließt nahezu den ganzen Speicher und sorgt durch seinen festen Sitz und die hohe Schlaufenkonstruktion für eine hervorragende Wärmeabfuhr.
Die Modulhöhe beträgt 42.23 Millimeter. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen. Kingston Speicher der FURY Beast DDR5 Serie besitzen eine lebenslange Garantie (10 Jahre).
Technik und Leistung
Neben der sehr guten Kühltechnik haben die Techniker von Kingston auch eine Intel XMP-3.0-Profil-Unterstützung* springen lassen. Puncto Leistung gibt es an unserem Testmuster nichts zu bemängeln: Das DDR5-Kit lief auf einem ASUS ROG Maximus Z890 Hero Mainboard problemlos mit den vorgegebenen 5.600 MHz (CL40) bei 1.25 Volt stabil.
Overclocking war ebenfalls möglich: Alle vier Riegel konnten wir auf 6.600 MHz übertakten. Die CAS Latency blieb unverändert bei 40. Die Spannung mussten wir auf 1.30 Volt erhöhen.
*Erklärung XMP 3.0: Extreme Memory Profiles 3.0 (XMP) sind von Intel eingeführte Zertifizierungen für DDR5-Speichermodule aus dem PC-Bereich. Diese Zertifizierung soll die Ausnutzung der Speichergeschwindigkeit erleichtern und dabei einen stabilen Betrieb garantieren.
RGB-Beleuchtung und Software
Man kann die verbauten RGB-LEDs (fünf Zonen) entweder über die Kingston CTRL Software (installierbar über den Microsoft-Store) oder das integrierte Mainboard-Tool einstellen (ASRock Polychrome Sync, ASUS Aura Sync, Gigabyte RGB Fusion 2.0 und MSI Mystic Light Sync).
Da die Leiste „milchig“ ist, verteilt sich das Licht sehr gleichmäßig und sorgt besonders bei Farbübergängen für einen schönen Effekt.
Preis und Verfügbarkeit
Das Kingston FURY Beast RGB UDIMM Kit 128GB DDR5-5600 Speicherkit ist 2252,82 Euro (Stand: 07.01.2026) im Handel erhältlich.
Warum ist DDR5-Arbeitsspeicher derzeit so teuer?
DDR5-Arbeitsspeicher ist derzeit so teuer, weil der weltweite KI-Boom den gesamten Speichermarkt durcheinanderbringt. Unternehmen bauen massiv neue Rechenzentren auf, um Modelle für künstliche Intelligenz zu trainieren und zu betreiben. Diese Server benötigen riesige Mengen DRAM - also die gleiche Grundtechnologie, aus der auch DDR5-RAM für PCs besteht.
Da der Bedarf für Server-Speicher explosionsartig wächst, verschieben die großen Speicherhersteller ihre Produktionskapazitäten: Statt Verbrauchermarkt-DDR5 produzieren sie bevorzugt DRAM für Server, High-End-Cloud-Systeme oder High-Bandwidth-Memory, weil dort deutlich höhere Preise erzielt werden können. Dadurch sinkt das verfügbare Angebot an DDR5-Modulen für Endkunden spürbar.
Gleichzeitig ist DDR5 technisch anspruchsvoller in der Fertigung, und die Produktion lässt sich nicht beliebig schnell hochfahren. Weniger Angebot bei enormer industrieller Nachfrage führt zu einer klassischen Marktsituation: Die Preise steigen - teils deutlich.
Kurz gesagt: Der KI-Boom saugt den globalen DRAM-Vorrat auf, Hersteller priorisieren lukrative Servermärkte, und der Consumer-Bereich bleibt auf knappe Bestände und hohe Preise sitzen.
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