Hunted: Die Schmiede der Finsternis - Test/Review
Es herrscht finsterstes Mittelalter. Schreckliche Kreaturen haben sich aus den Tiefen der Erde erhoben, überall im Land verschwinden Menschen spurlos.
Von Christoph Miklos am 14.06.2011 - 04:16 Uhr

Fakten

Plattformen

Xbox 360

PlayStation 3

PC

Publisher

Bethesda Softworks

Entwickler

inXile Entertainment

Release

03.06 2011

Genre

Action-Adventure

Typ

Vollversion

Pegi

18+

Webseite

Media (25)

Neues Abenteuer

Es herrscht finsterstes Mittelalter. Schreckliche Kreaturen haben sich aus den Tiefen der Erde erhoben, überall im Land verschwinden Menschen spurlos. Mit der Hoffnung auf unermessliche Schätze stellen sich die Söldner Elara und Caddoc einer gewaltigen Aufgabe: Sie sollen herausfinden, wohin die unschuldigen Bewohner gebracht wurden. Ihre Reise wird die beiden Helden auf einen düsteren, verwinkelten Pfad führen und sie mit Tod, Knechtschaft und Verlust konfrontieren.“ Die einleitenden Worte zum neuen Bethesda Softworks Action-Adventure „Hunted: Die Schmiede der Finsternis“ hören sich sehr vielversprechend an. Doch erwartet uns tatsächlich ein spannendes Fantasy-Abenteuer? Die Antwort auf diese Frage findet ihr in unserem ausführlichen Testbericht!
Zwei Helden
Die Hintergrundgeschichte von Hunted ist schnell erzählt: Der kernige Caddoc und die grazile Elfe E'Lara bilden ein ungleiches Söldner-Paar, das eigentlich nur einen Haufen Gold im Sinn hat, aber schnell in Ereignisse hineingezogen wird, die sich als weitaus bedeutender und folgenreicher entpuppen, als sie sich selbst bewusst sind. Leider wird die Handlung mehr schlecht als recht erzählt, meist klaubt man sich die wenigen Informationen aus bruchstückhaften Geistererinnerungen herbei. So gelingt es Hunted nur selten, so richtig mitzureißen und Interesse für das Fantasyreich Kala Moor zu wecken. Weshalb sind die Helden unterwegs, was hat sie zusammen gebracht - Fragen, deren Beantwortung kaum erfolgt.
Im Mittelpunkt steht also statt einer ausgefuchst dargebotenen Story ganz klar die Action dieses Hack 'n Slay-Vertreters, der es uns anfangs jedoch nicht einfach macht, mit ihm warm zu werden. In den ersten paar Spielstunden durchstreift man lineare Dungeons, die nur wenig Abwechslung bieten. Im Minutentakt trifft man auf immer neue Monstergruppen, welche aufgrund der schwachen KI kaum ein Hindernis für unser Heldenpaar darstellen. Doch geduldige Spieler werden belohnt, denn der Actiontitel steigert sich fast minütlich, bis er auf einem oft guten, gelegentlich sogar überzeugenden Niveau ankommt. Sobald man die ersten Spezialfähigkeiten erlernt hat, möchte man den Controller eigentlich gar nicht mehr so gerne aus der Hand legen. Es ist diese ewige Faszination des Dunklen, des Bösen, die uns antreibt, von einem Raum zum nächsten zu schlurfen und nach neuen Feinden und wertvollen Gegenständen zu fahnden.
Das Kampfsystem
Das ungleiche Paar teilt nicht nur verbal gerne aus, sondern auch mit ihren zahlreichen Waffen und Fähigkeiten. Auch wenn die zwei Recken prinzipiell sowohl im Nah- und Fernkampf aktiv werden, haben sie sich auf jeweils eine Disziplin spezialisiert: Caddoc gibt den harten Krieger und räumt mit zerstörerischen Schwert- und Axthieben unter den anstürmenden Feinden auf und wird dabei von der zierlichen Bogenschützin aus dem Hintergrund unterstützt. Viele Räumlichkeiten sind im Hinblick auf diese beiden Spielmechaniken optimiert - so findet ihr etwa oft Deckungen, hinter denen sich das Duo in Gears-of-War-Manier verschanzt und langsam vorwärts pirscht, um sich dem Beschuss gegnerischer Schützen zu entziehen. Und aus sicherer Stellung heraus selbst das Feuer zu eröffnen.
Das Kampfsystem ist nicht allzu vielschichtig, bietet es doch nur eine eher geringe Spieltiefe. Während E'Lara als Basisfertigkeit eigentlich nur das einfache Bogentalent besitzt, schwingt Caddoc seine Nahkampfknüppel immerhin entweder schnell oder langsam und hart. Das war’s dann aber auch schon. Erst durch die Verwendung der zusätzlichen Zauberfähigkeiten erweitert sich das Gameplay-Moment und eröffnet neue Möglichkeiten. Zum einen wertet ihr die jeweiligen Grundfertigkeiten auf, indem Caddoc beispielsweise ein Wut-Talent freischaltet, das seine Attacken durchschlagskräftiger macht. E'Laras Pfeilkunde ermöglicht ihr explosive oder arkane Geschosse einzusetzen, die ebenfalls deutlich mehr Schaden verursachen. Darüber hinaus besitzen die zwei Helden noch einen weiteren Magiebaum, der etwa optionale Blitz- und Säure-Angriffe freigibt.

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