Hator Quasar 3S Ultima 8K Wireless - Test/Review
Mit der Quasar 3S Ultima 8K Wireless möchte Hator anspruchsvolle E-Sportler und ambitionierte Gamer gleichermaßen ansprechen.
Von Christoph Miklos am 08.06.2026 - 05:47 Uhr

Verarbeitung | Technik | Software


Verarbeitung


Unser Sample kommt in einem stabilen und farblich bedruckten Karton in der Redaktion an. Den Nager gibt es zum Testzeitpunkt wahlweise mit einer schwarzen oder weißen Beschichtung (beide matt) im Handel erhältlich. Die Gaming Mouse misst 60x39x119 mm (BxHxT) und eignet sich daher ideal für Spieler mit (mittel)großen Händen. Das Gewicht der Maus liegt bei angenehm leichten 46 Gramm (mit Akku und ohne Kabel). Die Verarbeitung ist sehr gut und die Materialwahl lässt die Maus durchaus hochwertig erscheinen. Zur Eingabe stehen insgesamt vier Tasten zur Verfügung, die allesamt frei programmierbar sind. Das Zwei-Wege-Mausrad (staubdichter TTC Gold Encoder) selbst ist natürlich auch als Taste nutzbar. Unter den beiden Haupttasten wurden moderne hauseigene optisch-mechanische Schalter (Hator Optical 100M) mit einer Lebensdauer von 100 Millionen Klicks verbaut. Optisch-mechanische Schalter sind eine spezielle Art von Schaltern, bei denen die Eingabe nicht durch einen elektrischen Kontakt, sondern durch Licht erkannt wird. Im Inneren befindet sich eine Lichtquelle, meist Infrarot, sowie ein Sensor. Wenn man eine Taste drückt, wird der Lichtstrahl unterbrochen oder freigegeben, und genau diese Veränderung wird als Tastendruck registriert. Der Vorteil dieser Technik ist, dass sie sehr schnell reagiert, weil kein physischer Kontakt geschlossen werden muss. Außerdem nutzen sich die Schalter weniger ab, da keine Metallteile aneinanderreiben. Dadurch haben sie oft eine längere Lebensdauer und arbeiten gleichmäßiger. Die Switches verfügen über einen leichten und direkten Druckpunkt, was wir während unserer Testphase als überaus positiv empfanden. Das weiße, stoffummantelte und flexible USB-C-Kabel misst ausreichend lange 1.8 Meter. Drei PTFE-Gleiter an der Unterseite sorgen für eine hohe Gleitfähigkeit. Ebenfalls an der Unterseite findet man den Modus-Schiebeschalter (2.4-GHz, Bluetooth und Off) und die DPI-Wechseltaste. Auf eine Beleuchtung hat der Hersteller verzichtet. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen. Der Lieferumfang kann sich wirklich sehen lassen:
• Maus HATOR Quasar 3S Ultima 8K Wireless • Kabelloser 8K-Dongle • 1,8 m langes, abnehmbares USB-Typ-A-zu-USB-Typ-C-Paracord-Kabel • Anti-Rutsch-Griffbänder für Mäuse • Paar Glasschlittschuhe • Ersatz-Schlittschuhe aus 100 % PTFE • U-PE Punkt-Mausfüße • Mäusebeutel • Stickerpaket • Benutzerhandbuch

Technik


In der Maus wurde die präzise PixArt PAW 3950 Sensoreinheit verbaut, welche eine Auflösung zwischen 50 und 30.000 DPI bietet. Als maximale Geschwindigkeit werden 750 IPS angegeben. Die Beschleunigung liegt bei 50 G. Die Hator Quasar 3S Ultima 8K Wireless verrichtet ihre Arbeit wahlweise per Kabel, Bluetooth (5.4) oder latenzfreier 2.4-GHz-Funktechnologie. Mit dem mitgelieferten 8K Wireless Dongle wird der Nager mit einer Polling-Rate von bis zu 8.000 Hertz betrieben. Zur Erklärung: Eine Polling-Rate von 8.000 Hz sendet achtmal so viele Positionsupdates wie 1.000 Hz, was zu spürbar geringerer Eingabeverzögerung und etwas feineren Bewegungen führt, jedoch auch mehr Rechenleistung benötigt und daher nur in sehr schnellen, kompetitiven Spielsituationen einen echten Vorteil bietet. Zusätzlich gibt es auch eine Bluetooth-Unterstützung.
Bei einer Abtastrate von 1.000 Hz liefert der 300-mAh-Akku bis zu 100 Stunden Spielzeit. Mit der maximalen Polling-Rate (8.000 Hz) sind nur noch 32 Stunden Betriebszeit möglich. Voll aufgeladen ist die Maus nach knapp zwei Stunden. Eine Schnellladefunktion gibt es nicht.

Software


Die hauseigene Konfigurationssoftware ist ausschließlich für Windows 10 und Windows 11 verfügbar und präsentiert sich mit einer übersichtlichen Benutzeroberfläche. Sämtliche Einstellungen sind in logisch gegliederte Menüs unterteilt, sodass sich die wichtigsten Funktionen schnell erreichen lassen.
Den größten Bereich nimmt die Anpassung der Tastenbelegung ein. Hier können alle verfügbaren Maustasten individuell konfiguriert und mit alternativen Befehlen, Multimedia-Funktionen oder Makros belegt werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Entprellzeit der Schalter anzupassen, wodurch sich das Klickverhalten fein abstimmen lässt.
Auch bei den Sensoreinstellungen zeigt sich die Software flexibel. Nutzer können mehrere DPI-Stufen anlegen und für jede Stufe individuelle Werte festlegen. Zusätzlich lassen sich die Polling-Rate sowie verschiedene Sensorfunktionen anpassen. Dazu gehören unter anderem die Lift-off-Distanz, Motion Sync sowie weitere Optionen zur Optimierung des Tracking-Verhaltens. Für fortgeschrittene Anwender steht ein integrierter Makro-Editor bereit. Dieser ermöglicht das Aufzeichnen und Bearbeiten komplexer Eingabefolgen inklusive individuell definierbarer Verzögerungen und verschiedener Wiederholungsmodi.
Abgerundet wird der Funktionsumfang durch Verwaltungsoptionen für Profile, Firmware-Updates und die kabellose Verbindung. Erstellte Profile können gespeichert, exportiert und bei Bedarf auf andere Systeme übertragen werden.
Insgesamt hinterlässt die Software einen durchdachten und praxisnahen Eindruck. Sämtliche wichtigen Einstellungen sind schnell erreichbar und bieten umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten. Einziger Wermutstropfen bleibt die fehlende Unterstützung für andere Betriebssysteme, da die Anwendung ausschließlich unter Windows genutzt werden kann.

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