Blacklight: Tango Down - Test/Review
Pünktlich zum (Spiele)Sommerloch präsentiert der Publisher Iginition den knapp 15 Euro günstigen Download-Shooter Blacklight: Tango Down.
Von Christoph Miklos am 31.07.2010 - 03:47 Uhr

Fakten

Plattformen

Xbox 360

PlayStation 3

PC

Publisher

Iginition

Entwickler

Zombie Studios

Release

Juli 2010

Genre

Shooter

Typ

Vollversion

Pegi

18+

Webseite

Media (49)

Download-Shooter mit Potenzial?!

Pünktlich zum (Spiele)Sommerloch präsentiert der Publisher Iginition den knapp 15 Euro günstigen Download-Shooter Blacklight: Tango Down. Vier Koop-Missionen und ein umfangreicher Mehrspielermodus - ausreichend „Material“ für einen Toptitel? Die Antwort auf diese Frage findet ihr in unserem ausführlichen Testbericht!
Cheaten erlaubt
Blacklight: Tango Down ist seit Mitte Juli als Download via Steam, Microsoft Games for Windows, Impulse und Direct 2 Drive erhältlich. Wer es spielen will, muss ein Konto für Games for Windows Live besitzen. Zwar dürft ihr an öffentlichen Matches auch teilnehmen, wenn Games for Windows Live im Offline-Modus arbeitet, um ein privates Spiel zu starten, müsst ihr jedoch in den Online-Modus wechseln. Dafür gibt’s dann aber keine Erfahrungspunkte. Das Matchmaking-System von Blacklight funktioniert ähnlich umständlich wie das von Modern Warfare 2. Zuerst treffen sich die Spieler in einer Lobby, und erst, wenn genügend Teilnehmer vorhanden sind, geht es in die Partie, in der ein Spieler beziehungsweise sein Rechner den Host stellt. Dedicated Server existieren für Blacklight nicht. Wenn ihr es in eine Runde Blacklight geschafft habt (das kann oft bis zu 15 Minuten dauern), dann fühlt sich alles Folgende fast so an wie der Multiplayer von Modern Warfare 2. Die Figuren bewegen sich flott, die Waffen liegen sicher in den virtuellen Händen, getroffene Gegner fallen schnell um. Nur auf die Abschussboni eines MW 2 müsst ihr verzichten. Dafür gibt es allerdings einen eingebauten Wallhack in Blacklight (Hyper-Reality-Visor): Für kurze Zeit dürft ihr auf Knopfdruck durch (gleich mehrere) Wände schauen und seht Freund wie Feind. Allerdings ist euch in diesen Sekunden der Waffeneinsatz verwehrt, ihr seid also völlig wehrlos.
Balancing
Mit erspielten Punkten steigt ihr im Rang auf und schaltet nach und nach neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände wie Magazine oder Läufe frei. Zwar sind schon die anfänglichen Wummen ganz brauchbar, aber erst in höheren Stufen könnt ihr dafür sorgen, dass etwa eure Sturmgewehre nicht wie wahnsinnig streuen. Kurz gesagt: Die Knarren werden merklich besser. Blöd nur, dass Blacklight: Tango Down auf ein ausgewogenes Teamverhältnis pfeift. Während unserer Testzeit kam es ständig vor, dass Frischlinge in einer Mannschaft gegen eine Gruppe von Veteranen antreten mussten, die die deutlich bessere Schießprügel haben.
Ganz nett: Im Domination-Modus müsst ihr Computersysteme einnehmen, und zwar in einem kleinen Memory-Minispiel. Das ist ungewöhnlich, fördert aber nicht unbedingt das Teamspiel. In vergleichbaren Titeln nehmt ihr Punkte ein, indem ihr euch in der unmittelbaren Nähe aufhaltet, und je mehr Mannschaftsmitglieder das gleichzeitig tun, desto flotter geht es.
Trotzdem gilt auch für Blacklight: Wenn die Mitglieder einer Mannschaft nicht zusammen vorgehen, dann gibt es auch keinen Sieg. Wie gut, dass das Spiel einen eingebauten Voice-Chat hat.

Gemeinsam Spaß haben

Koop-Modus
Im Koop-Modus bestreitet ihr alleine oder mit bis zu drei weiteren Spielern vier Missionen. Trotz schwacher KI macht dieser Modi ziemlich viel Spaß, was vor allem daran liegt, dass „getötete“ Kollegen erst an einem fix vorgegebenen Spawnpoint wiederauferstehen dürfen. Gutes Teamwork ist also das A und O im Koop. Ähnlich wie im Multiplayer findet ihr an verschiedenen Stellen Munitions- und Heilungskisten.
Technik
Man merkt, dass die Unreal 3-Engine in die Jahre gekommen ist: Blacklight bietet lediglich hübsche Explosionseffekte und eine ansehnliche Beleuchtung. Der Rest (matschige Texturen, schwache Animationen) überzeugt nicht. Ein ähnliches „Bild“ bei der Akustik: Die Soundeffekte sind OK - die Waffensounds sind größtenteils austauschbar.
Unser Testvideo

Fazit und Wertung

Christoph meint: Viel verschenktes Potenzial!

Blacklight: Tango Down ist so ein typisches „Zwischendurch-Spiel“ - wären da nicht die ewiglangen Wartezeiten im Multiplayer. Man könnte aber auch sagen: Für knapp 15 Euro bekommt man vier solide Koop-Missionen sowie einen ideenreichen, aber ziemlich unfairen Mehrspielermodus geboten. Unfair deswegen, weil das Balancing von vorne bis hinten nicht passt. Vor allem Anfänger werden auf eine harte Geduldsprobe gestellt, wenn sie auf deutlich besser ausgestattete Profis treffen.

70%
Grafik
7
Sound
7
Bedienung
7
Spielspaß
7
Atmosphäre
6
Multiplayer
7
Preis/Umfang
7
Richtig gut
  • gute Explosionseffekte und Beleuchtung
  • gute Soundeffekte
  • abwechslungsreiche Schauplätze
  • motivierendes Erfahrungspunkte-System
  • klassische Shooter-Steuerung
  • drei Schwierigkeitsgrade im Koop-Modus
  • mehrere Spielmodi pro Karte
  • alternative Routen
  • viele Verstecke
  • Heilstationen
  • nur gemeinsames Vorgehen führt in den objektbasierten Modi zum Erfolg
  • coole EMP-Granate
  • freischaltbare Ausrüstung
  • fairer Preis
Verbesserungswürdig
  • geringe Details
  • schwache Animationen
  • Waffensounds größtenteils austauschbar
  • massive Probleme beim Balancing (Multiplayer)
  • nerviges Match-Making-System
  • insgesamt sehr steril
  • kein Hinlegen
  • fummelige Menüs
  • Pfeiltasten lassen sich nur per Config binden
  • KI im Koop-Modus
  • nur vier Karten im Koop-Modus
  • vergleichsweise maue Punkte-Belohnungen in anderen Modi als Deathmatch und Team-Deathmatch
Anforderungen
• Sony PlayStation 3 Konsole
• Microsoft Xbox 360 Konsole

• PC (Minimum):
-Prozessor: Dual Core
-Arbeitsspeicher: 1 GB (XP); 1.5 GB (Vista/7)
-Grafikkarte: NVIDIA GeForce 6800 oder ATI Radeon X1800
-Festplatte: 2 GB
-Betriebssystem: Windows XP/Vista/7
-Sound: DirectX 9.0c-fähige Soundkarte
-Sonstiges: 64Kbps+ Internetverbindung vorausgesetzt / 256 Kbps+ empfohlen, Maus, Tastatur und DVD-Laufwerk

• PC (Empfohlen):
-Prozessor: Dual Core
-Arbeitsspeicher: 2 GB (XP); 2 GB (Vista/7)
-Grafikkarte: NVIDIA GeForce 7900 GTX oder ATI Radeon 2800-Serie
Getestet für
• PC
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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