ASUS ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD - Test/Review
Mit der ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD bringt ASUS eine neue All-in-One-Wasserkühlung auf den Markt, die neben einer hohen Kühlleistung vor allem mit einem ungewöhnlichen Anschlusskonzept punkten möchte.
Von Christoph Miklos am 30.07.2026 - 07:38 Uhr

Verarbeitung | Lüfter | Beleuchtung | Display


Verarbeitung


Die ASUS ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD wird in einem stabilen und ansprechend bedruckten Karton ausgeliefert. Bei unserem Testmuster handelt es sich um eine ab Werk vollständig befüllte All-in-One-Wasserkühlung, die als geschlossenes und wartungsfreies Kühlsystem ausgeführt ist. Der wahlweise in Schwarz oder Weiß erhältliche Radiator setzt auf fein ausgearbeitete Aluminiumlamellen, während die Bodenplatte des Wasserblocks aus gut wärmeleitendem Kupfer gefertigt ist. Auch bei der Verarbeitung gibt sich ASUS keine Blöße: Die Kühlfinnen sind sauber entgratet und scharfe Kanten oder unsauber verarbeitete Stellen konnten wir an unserem Testmuster nicht feststellen. Die beiden mit Nylon ummantelten Schläuche weisen eine Länge von jeweils 400 Millimetern auf und bieten damit ausreichend Spielraum für die Montage in größeren Gehäusen. Der 360-mm-Radiator misst 397 × 120 × 27 mm (L × B × H). Darauf sitzt bereits ab Werk der Strix-Lüfter-Single-Frame, der drei 120-mm-Lüfter zu einer vormontierten Einheit zusammenfasst und dadurch die Installation vereinfacht. Auch bei den Details hinterlässt die Verarbeitung einen hochwertigen Eindruck. Besonders praktisch sind die 360° drehbaren Schlauchanschlüsse (360° Rotatable Tubing Couplings) am Radiator. Die beweglich gelagerten Anschlüsse lassen sich flexibel ausrichten, wodurch die Schläuche bei der Montage leichter in die gewünschte Position gebracht werden können. Gleichzeitig wird eine unnötige Belastung beziehungsweise ein starkes Abknicken der Schläuche vermieden. Die Pumpeneinheit fällt aufgrund des integrierten 5,08-Zoll-IPS-Displays vergleichsweise groß aus und misst 123,2 × 99 × 91,7 mm. Im Inneren übernimmt die Pumpe die kontinuierliche Zirkulation der Kühlflüssigkeit zwischen Wasserblock und Radiator. Die gesamte Einheit wirkt sauber verarbeitet und sitzt nach der Montage stabil auf dem Prozessorsockel. Für die eigentliche Wärmeübertragung setzt ASUS auf eine Micro-Channel Copper Plate. Die aus Kupfer gefertigte Bodenplatte verfügt auf der Innenseite über eine feine Mikrokanalstruktur, durch welche die Kühlflüssigkeit geführt wird. Die dadurch vergrößerte Kontaktfläche zwischen Kühlmittel und Kupfer soll die Wärmeaufnahme verbessern und die vom Prozessor erzeugte Abwärme möglichst effizient in den Kühlkreislauf übertragen. Die Wärmeleitpaste ist bereits ab Werk aufgetragen, was die Erstmontage zusätzlich erleichtert.
Abgerundet wird der positive Gesamteindruck durch die lange Garantiezeit von sechs Jahren. Verarbeitungsmängel konnten wir bei unserem Testmuster nicht feststellen: Radiator, Pumpeneinheit, Schlauchummantelung und Anschlüsse waren sauber verarbeitet und machten einen durchweg robusten Eindruck.

Lüfter und Beleuchtung


Beim Radiator setzt ASUS auf den sogenannten Strix Fan Single-Frame, bei dem drei 120-mm-Lüfter zu einer gemeinsamen Einheit zusammengefasst sind. Der komplette Lüfterrahmen misst 360 × 124 × 26,5 mm und ist bereits ab Werk auf dem Radiator montiert. Neben einer aufgeräumten Optik erleichtert die Konstruktion auch die Montage, da nicht drei einzelne Lüfter befestigt und verkabelt werden müssen. Die Lüfter arbeiten PWM-gesteuert in einem Drehzahlbereich von 800 bis 2.500 U/min. ASUS gibt einen maximalen Luftdurchsatz von 82,57 CFM sowie einen statischen Druck von 4,36 mmH₂O an. Letzterer fällt vergleichsweise hoch aus und ist für den Einsatz auf einem Radiator von Vorteil, da die Luft mit entsprechendem Druck durch die eng stehenden Aluminiumlamellen befördert werden kann. Die maximale Geräuschentwicklung beziffert der Hersteller mit 35,78 dB(A). Auch optisch hat die Lüftereinheit einiges zu bieten. Das von ASUS als Aura Fan Edge bezeichnete Rahmendesign integriert eine anpassbare ARGB-Beleuchtung in die Lüfterkanten und sorgt damit für zusätzliche Lichtakzente rund um den Radiator. Die Beleuchtung lässt sich über ASUS Aura Sync konfigurieren und mit weiteren kompatiblen Komponenten synchronisieren. Typisch für die ROG-Serie fällt die Gestaltung dabei durchaus auffällig aus, fügt sich aber stimmig in entsprechend beleuchtete Gaming-Systeme ein.

Display


Ein optisches Highlight der ASUS ROG Strix LC IV 360 ARGB LCD ist das großzügig dimensionierte 5,08-Zoll-IPS-Display auf der Pumpeneinheit. Mit einer Auflösung von 720 × 720 Pixeln bietet der Bildschirm ausreichend Platz für eine gut erkennbare Darstellung verschiedener Inhalte und trägt gleichzeitig zum markanten Erscheinungsbild der AiO bei. Auf dem Display lassen sich unter anderem Systeminformationen wie CPU-Temperatur und Auslastung darstellen. Darüber hinaus können eigene Bilder und Animationen eingebunden werden, wodurch sich die Optik des Kühlers an das eigene System anpassen lässt. Die Konfiguration erfolgt über die ASUS InfoHub Software. Im Test überzeugte das IPS-Panel mit einer scharfen Darstellung, kräftigen Farben und einer guten Ablesbarkeit. Gerade in Gehäusen mit Seitenfenster ist das große Display ein echter Blickfang und bietet neben dem optischen Mehrwert auch einen praktischen Nutzen zur Überwachung wichtiger Systemwerte.

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