ASUS ROG Kithara - Test/Review
Bereits Anfang des Jahres, im Zuge der CES in Las Vegas, hat ASUS sein neustes High-End-Headset „ROG Kithara“ vorgestellt.
Von Christoph Miklos am 16.05.2026 - 12:43 Uhr

Fakten

Hersteller

ASUS

Release

März 2026

Produkt

Headset

Preis

ab 278,56 Euro

Webseite

Media (11)

Verarbeitung | Technik | Klang


Verarbeitung


Unser Testmuster kommt, wie vom Hersteller gewohnt, in einem stabilen und bunt bedruckten Karton bei uns in der Redaktion an. Die Konstruktion bzw. das Gehäuse ist recht speziell: Das Gehäuse vereint einen stabilen Metallrahmen mit einem durchdachten Scharnierkonzept. Der Kopfbügel lässt sich in acht Stufen an verschiedene Kopfformen anpassen. Polster aus Memory-Schaum sowie Bezüge aus Kunstleder und Velours sorgen für hohen Tragekomfort und minimieren Druckstellen. Die offene Bauweise unterstützt zusätzlich eine gute Luftzirkulation. Mit einem Gesamtgewicht von 420 Gramm bleibt das Headset dabei angenehm tragbar. Keine große Überraschung: Auf eine Beleuchtung hat der Hersteller verzichtet. Verarbeitungsmängel konnten wir an unserem Muster nicht feststellen. Das Mikrofon mit abnehmbaren Popfilter kann wahlweise auf der linken oder rechten Seite des Headsets angesteckt werden. Der relativ dünne Kunststoffarm zeigt sich sehr flexibel und lässt sich gut justieren, sodass das Mikrofon korrekt eingestellt werden kann. Das ROG Kithara wird mit einem symmetrischen OFC-Kabel geliefert, das dank austauschbarer Stecker vielseitige Anschlussmöglichkeiten bietet. Zum Lieferumfang zählen neben einem 4.4-mm-Stecker für symmetrische Signalübertragung auch 3.5-mm- und 6.3-mm-Klinkenanschlüsse. Dadurch lässt sich das Headset problemlos mit zahlreichen DACs, Verstärkern, PCs, Macs, Mobilgeräten und Konsolen verwenden. Ergänzt wird das Zubehör durch einen USB-C-auf-Dual-3.5-mm-Adapter, der insbesondere bei Notebooks und mobilen Geräten für zusätzliche Flexibilität sorgt.

Technik


Im Mittelpunkt des ROG Kithara stehen speziell abgestimmte 100-mm-Planar-Magnet-Treiber von HIFIMAN. Anders als bei klassischen dynamischen Treibern, bei denen der Klang von einem zentralen Punkt erzeugt wird, bewegt sich bei der planaren Technik die gesamte Membran gleichmäßig innerhalb des Magnetfelds. Dadurch lassen sich Verzerrungen und unerwünschte Resonanzen reduzieren. Der Frequenzbereich reicht laut Hersteller von 8 Hz bis 55 kHz und umfasst damit sowohl sehr tiefe Töne als auch Frequenzen weit oberhalb des menschlichen Hörvermögens. Dank der vergleichsweise niedrigen Impedanz von 16 Ohm kann das Headset problemlos an unterschiedlichen Audioquellen betrieben werden. Die offene Bauweise des Headsets ist auf eine besonders breite und räumliche Klangdarstellung ausgelegt. Da die Schallwellen frei nach außen entweichen können, werden Reflexionen innerhalb der Ohrmuscheln verringert. Dies soll zu einer klareren Differenzierung von Bässen, Mitten und Höhen sowie zu einer präziseren Ortung einzelner Klangquellen beitragen. Besonders in Spielen mit detaillierter Raumakustik kann dies die Wahrnehmung von Richtungen und Entfernungen verbessern. Zusätzlich gibt ASUS an, die Treiber paarweise anhand identischer Frequenzkurven abzustimmen, um eine möglichst ausgewogene Links-Rechts-Balance sicherzustellen. Thema Bedienung: An der Kabelfernbedienung befinden sich ein Lautstärkerädchen und ein Schiebeschalter zum Stummschalten des Mikrofons.

Klang


In unserem Alltagstest (Diablo 4, Overwatch, Valorant, Counter-Strike 2, Battlefield 6, Blu-ray-Filme und Audio-CDs) schlägt sich das Headset exzellent. Das ASUS ROG Kithara liefert eine Klangqualität, die sich deutlich von klassischen Gaming-Headsets abhebt. Die großen 100-mm-Planar-Magnet-Treiber sorgen für eine sehr detailreiche und präzise Wiedergabe mit hoher Klarheit über das gesamte Frequenzspektrum hinweg. Im Gaming-Bereich profitiert das Headset vor allem von seiner exakten Ortung und der sauberen Darstellung feiner Klangdetails. Schritte, entfernte Schüsse oder Umgebungsgeräusche lassen sich präzise wahrnehmen, was insbesondere in kompetitiven Spielen wie Shootern Vorteile bringen kann. Gleichzeitig bleibt das Klangbild auch in hektischen Spielsituationen kontrolliert und differenziert, ohne dass einzelne Frequenzen überbetont wirken. Auch bei Musik spielt das ROG Kithara seine Stärken aus. Stimmen und Instrumente wirken sehr klar und authentisch, während der Bass präzise und kontrolliert bleibt, ohne den restlichen Frequenzbereich zu überdecken. Die planaren Treiber ermöglichen eine schnelle Impulswiedergabe und eine hohe Detailauflösung, wodurch selbst komplexe Musikstücke sauber und luftig dargestellt werden. Vor allem bei hochauflösenden Audioquellen entsteht ein Klangbild, das eher an hochwertige Hi-Fi-Kopfhörer als an ein typisches Gaming-Headset erinnert.

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