PS4-Shooter Primus?
Mit Killzone: Shadow Fall präsentiert uns Sony Computer Entertainment nicht nur die Fortsetzung einer legendären Exklusivserie sondern außerdem den wahrscheinlich größten Launchtitel der PlayStation 4. Was wir uns von dem vierten Teil der Serie erwarten können und inwiefern sich die neue Konsolengeneration auf das Spiel auswirkt lest ihr natürlich – wie immer – in unserem Review!
Die Geschichte
Die Geschichte aus Killzone: Shadow Fall findet rund 30 Jahre nach den Ereignissen aus Killzone 3 statt. Nachdem der Planet Helghan zerstört und dadurch eine lange währender Krieg beendet wurde, konnten die überlebenden Helghast auf die Garantie zurückgreifen auf dem Planeten Vekta einen Ort zum Leben zu bekommen. In dieser riesigen, futuristischen Stadt auf Vekta finden wir uns auch letztlich wieder. Jetzt leben hier zwei rivalisierende Fraktionen Seite an Seite und sind nur durch einen massiven Wall voneinander getrennt. Auf der einen Seite, die durch Reichtum und Ruhm glänzt, leben die Vaktaner; auf der anderen, düsteren Seite die mehr einem großen Slum gleicht, die Helghast. Auf diese Art und Weise leben sie mittlerweile seit 30 Jahren zusammen doch es scheint als würde der „kalte Krieg“ zwischen den Völkern bald zu eskalieren drohen. Dabei schlüpfen in die Rolle des Shadow Marshalls Lucas Kellan der seine Einsätze hinter den offensichtlichen Anspannungen ausführt und auf seinem Weg Personen begegnet die eure Sichtweise der Geschehnisse des Öfteren in Frage stellen. Welche Fraktion strebt nun wirklich die Herrschaft an? Wer möchte einen Krieg unter allen Umständen vermeiden? Und kämpfe ich für den richtigen Zweck? – Doch eines ist sicher: Nichts ist so wie es auf den ersten Blick scheint…
Gameplay
Sonys neuester Ableger der Killzone-Reihe glänzt durch sehr abwechslungsreiche Maps. Während ihr euch in einer Mission an einer Klippe befindet die von kleinen Waldstücken umsäumt ist, findet ihr euch keine Stunde später in einer ominösen Raumstation wieder, die ihr teils in absoluter Schwerelosigkeit durchquert, bis euch euer Weg durch Containerslums führt durch die ihr unter ständigem Druck zu flüchten versucht. Was uns dabei aber negativ aufgefallen ist, dass Missionszeile bei den teils sehr weitläufigen und teils wiederum sehr monotonen Levelstrukturen die Missionsziele oftmals unzureichend markiert sind und ihr an manchen Stellen im Spiel nicht
genau wisst was ihr eigentlich zu tun habt. Außerdem ist die Steuerung anfangs etwas gewöhnungsbedürftig was mitunter daran liegt dass die Controllerübersetzung schwammig wirkt. Hat man allerdings einmal richtig ins Spiel gefunden kommt ein intensives Spielgefühl auf, welches euch für einige Zeit vor der Konsole fesseln wird. Nicht zuletzt wegen der gelungenen Atmosphäre, die durch eine spannende Soundkulisse und eine tolle Synchronisation untermalt wird. Gaminganfänger werden aber häufig an ihre Grenzen stoßen, da ihr euch von Anfang an mitten im Gefecht befindet und nur sehr wenig Zeit bekommt euch mit dem Protagonisten auseinanderzusetzten. Selbst auf dem Schwierigkeitsgrad „Einfach“ agiert die KI flott und lässt kaum Fehler zu(!) – es ist also immer äußerste Vorsicht bei eurer Vorgehensweise geboten! Zu einem „was soll der scheiß! Jetzt fliegt gleich das Gamepad durch das Zimmer“-Spielgefühl kommt es – so gut wie – nie weil sich bei eurer Ausrüstung eine jederzeit einsatzfähige OWL-Drohne befindet, die euch unter anderem einen Schutzschild generieren kann oder euch effektiv während Feindkontakten mit einem Maschinengewehr unterstützt. Das macht nicht nur den kompletten Spielverlauf einfacher, sondern bietet eine gelungene Abwechslung zu 08/15-Shooter-Gefechten.
Grafik - Die leistungsfähige Konsole
Gleich vorweg: Wer ein Grafikspektakel der Oberklasse erwartet – besonders weil wir ja mittlerweile auf der neuen PlayStation 4 agieren – wird etwas enttäuscht sein! Lasst euch aber bitte nicht täuschen, denn Killzone: Shadow Fall ist ein grundsätzlich ein außerordentlich schönes Spiel. Das Potential der neuen Next Gen Konsole wird aber definitiv bei weitem nicht ausgereizt – ich gehe fast so weit zu sagen, dass der neue Sci-Fi-Endzeit-Shooter wie wir ihn auf der PS4 sehen auch noch auf Sonys „alter“ Konsole umsetzbar gewesen wäre. Die Umgebungsgrafik ist neben dem stimmigen Setting zwar durchwegs gelungen – was besonders die eindrucksvollen Licht- und Schatteneffekte demonstrieren – nichts desto trotz fallen einem an einigen Stellen im Spiel und bei genauerem Hinsehen immer wieder zweidimensionale Texturen oder unpassend kantige Objekte ins Auge. Betrachtet man Killzone: Shadow Fall aber nicht als Next-Gen Titel hat Guerilla Games ganze Arbeit geleistet. Alles in allem siedelt sich Shadow Fall damit im oberen Grafiksegment an, kann sich aber in Relation zu anderen First Person Shootern á la Battlefield 4 oder CoD: Ghosts leider nicht besonders hervorheben.
Warzones!
Diesen vielversprechenden Titel trägt der Multiplayermodus aus Killzone: Shadow Fall. Auf den ersten Blick wirkt dieser jedoch weder besonders vielversprechend noch komplex – ganz im Gegenteil mit nur einem richtigen „Spielmodus“ – ja, die Anführungszeichen sind absichtlich gesetzt aber dazu gleich mehr – wirkt er sehr kompakt. Es stehen euch lediglich 3 Chrakterklassen
sowie 10 vorgefertigte Maps zur Verfügung – die sich zwar am Setting der Kampagne orientieren aber weder besonders groß noch übersichtlich gestaltet sind. Bei näherem Hinsehen wird euch aber schnell der wahre Umfang der Warzones bewusst! Denn hinter der einfachen Fassade verbirgt sich mehr als nur ein vollwertiger Multiplayermodus. Ihr könnt selbst mit einer Vielzahl von verschiedenen Optionen Warzones erstellen die durch die Community bewertet werden können, sodass ihr je nach Belieben aus einer Unmenge an unterschiedlichen Spielmodi wählen könnt. Außerdem stehen euch über 1000 verschiedene Herausforderungen zur Verfügung die neben Features auch Verbesserungen für die 22 spielbaren Waffen freischalten. Auch auf die OWL-Drohne müsst ihr nicht verzichten! Diese steht euch aber je nach gewählter Klasse nur mit bestimmten Funktionen zur Verfügung. So kann die Support-Klasse Verbündete wiederbeleben während ein Kamerad der Assault spielt euch währenddessen mit einem Schild schützt. Und sollte es dazu kommen dass zu wenig Spieler auf dem Server sind, könnt ihr euch an KI-Gegnern messen – sowohl online als auch offline! Einziges Manko: Offline steht euch auch gegen Bots kein Splitscreenmodus zur Verfügung.
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